Der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Benedikt Büdenbender äußert sich in der Debatte um einen möglichen Nationalpark in Siegen-Wittgenstein kritisch gegenüber den Plänen von Landrat Müller.
„Diese Debatte haben wir bereits vor etwa zwei Jahren geführt. Schon damals wurde deutlich, dass es für ein solches Vorhaben keine breite Unterstützung in der Region gibt. Dennoch setzt der Landrat dieses Projekt nun erneut auf die Agenda und sorgt damit auf vielen Ebenen für Verunsicherung. Die weltpolitische Lage ist angespannt, unsere Wirtschaft steht unter Druck. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Unternehmen in unserer Region brauchen Verlässlichkeit statt neuer Einschränkungen. Mit der nun aus dem Kreishaus angestoßenen Debatte und der damit verbundenen Unsicherheit riskiert der Landrat den Verlust von Arbeitsplätzen, insbesondere im Wittgensteiner Land“, so Büdenbender.
Eine besondere Gefahr sieht Büdenbender für die lokale Infrastruktur. Sowohl für künftige Baumaßnahmen als auch für bestehende Verkehrswege: „Schönreden hilft hier nicht weiter. Bevor man solche Überlegungen öffentlich anstößt, sollte man sich mit den Auswirkungen aus bestehenden Nationalparkprojekten auseinandersetzen. Dort werden teilweise sogar bestehende Straßen und Wege infrage gestellt. Das wäre für Siegen-Wittgenstein fatal.“
„Wir sind der waldreichste Kreis Deutschlands. Bei uns gehen Wirtschaft und Natur bereits heute Hand in Hand. Es wäre der falsche Weg, daran etwas ändern zu wollen. Unsere Region braucht Entwicklungsperspektiven. Befürworter eines Nationalparks sollten sich außerdem die Frage stellen, warum kein anderer Kreis in Nordrhein-Westfalen dieses Projekt umsetzen möchte. Das wirft berechtigte Zweifel daran auf, ob ein solcher Nationalpark tatsächlich ein Gewinn für die betroffene Region wäre“, so Büdenbender abschließend.

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