Foto: Tobias Koch
„Dies ist eine gute Nachricht für die Schützen in Siegen-Wittgenstein und weit darüber hinaus. Ein großer Dank geht dabei an unseren Europaabgeordneten Peter Liese, der auf EU-Ebene an entscheidender Stelle für die Ausnahmen gekämpft hat. Nach jahrelangen Diskussionen hat die Europäische Kommission nun zentrale Anliegen der Schützen berücksichtigt.“, so der heimische Bundestagsabgeordnete Benedikt Büdenbender nach der Entscheidung.
Ursprünglich stand ein weitgehendes Verbot bleihaltiger Munition im Raum. Gemeinsam mit der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen und zahlreicher Schützenvereine vor Ort hatten sich die südwestfälischen CDU-Abgeordneten im Bund und Europa dafür eingesetzt, dass das traditionelle Schützenwesen nicht unverhältnismäßig eingeschränkt wird.
„Besonders wichtig war für uns immer das Vogelschießen. Dieses ist ein fester Bestandteil unserer Heimat, unserer Kultur und unseres gesellschaftlichen Lebens. Ich bin froh, dass wir die Europäische Kommission überzeugen konnten, dass Tradition, Brauchtum und Umweltschutz miteinander vereinbar sind“, freut sich Büdenbender.
Der nun vorliegende Kompromiss sieht vor, dass klassische Kugelmunition nicht mehr vom Verbot erfasst wird. Darüber hinaus werden auch die für viele traditionelle Schützenfeste relevanten Flintenlaufgeschosse, die sogenannten Königspatronen, ausdrücklich vom Anwendungsbereich der Beschränkung ausgenommen. „Das Vogelschießen bleibt möglich“, betont Büdenbender.
Auch für die Sportschützen enthält der Vorschlag Verbesserungen gegenüber früheren Entwürfen. Die ursprünglich vorgesehenen Fristen wurden verlängert und die Nutzung von Bleischrot für das Sportschießen bleibt grundsätzlich weiterhin möglich.
Das Verfahren ist noch nicht vollständig abgeschlossen: Nach der Entscheidung der Mitgliedstaaten folgt nun die Prüfphase durch Rat und Europäisches Parlament. „Wir werden den weiteren Prozess aufmerksam begleiten. Entscheidend ist, dass die jetzt erzielten Verbesserungen am Ende auch rechtssicher und dauerhaft Bestand haben. Die heutige Entscheidung ist dafür ein sehr wichtiger Schritt“, so Büdenbender abschließend.

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