Unterwegs mit der Rothaarbahn

Arbeitskreis Schienenverkehr Südwestfalen e. V. lädt heimischen Bundestagsabgeordneten zur Fahrt mit RB 93 ein

Der Arbeitskreis Schienenverkehr Südwestfalen e. V. lud den heimischen Bundestagsabgeordneten Benedikt Büdenbender zu einem Austausch zu aktuellen Verkehrsthemen ein. Im Rahmen einer gemeinsamen Fahrt mit der RB 93 (Rothaarbahn) von Hilchenbach nach Bad Berleburg - Aue konnte sich Büdenbender vom Zustand der Bahnstrecken ein Bild machen.

„Da ich die Bahn regelmäßig nutze, sind mir die Probleme leider bekannt. Straße und Schiene müssen intakt sein. Das ist nicht nur für die Industrie wichtig, sondern auch für viele Pendler. In den vielen Gesprächen in Berlin stelle ich genau das immer in den Mittelpunkt. Die Rothaarbahn ist eine wichtige Verbindung in unserem Kreis. Die fehlende Pünktlichkeit ist da ein großes Problem. Kleine Korrekturen am Bahnhof in Lützel und entlang der Strecke in Erndtebrück könnten schon dazu beitragen auf der RB 93 die Pünktlichkeit zu steigern“, so Büdenbender.

Der Arbeitskreis Schienenverkehr Südwestfalen e. V. sieht die Probleme auf den verschiedenen Bahnstrecken der Region im Gesamtzusammenhang. Zentral für einen zuverlässigen und störungsfreien Betrieb sei die vollständige Zweigleisigkeit von Kreuztal über Siegen bis nach Köln. Nur so könne ein reibungsloser Ablauf auf den verschiedenen Linien in der Region gewährleistet werden.

„Der zweigleisige Ausbau der Siegstrecke wäre für unsere Region von großer Bedeutung. Umso bedauerlicher ist es, dass weder die Ampelregierung noch vorherige Bundesregierungen die notwendigen Planungen auf den Weg gebracht haben. Die Strecke wird ab Dezember für sechs Monate umfassend saniert. Die damit verbundene Sperrung hätte eine einmalige Gelegenheit geboten, einen zweigleisigen Ausbau mit umzusetzen, sofern die erforderlichen Planverfahren rechtzeitig eingeleitet worden wären. Dies ist jedoch leider nicht geschehen. Vor diesem Hintergrund wirkt es bemerkenswert, dass ausgerechnet die SPD-Landtagskandidatin aus Freudenberg nun einen zweigleisigen Ausbau fordert“, so Benedikt Büdenbender.

Der heimische Abgeordnete hatte sich bereits vor einiger Zeit persönlich beim Bundesverkehrsministerium für einen zweigleisigen Ausbau eingesetzt. Bereits im ersten Gespräch wurde deutlich, dass unter der Ampelregierung kein Planverfahren eingeleitet worden war. Damit wurden wichtige Jahre verloren, die heute für die Umsetzung des Projekts fehlen.